Funktionsweise eines herkömmlichen DSL-Anschlusses

6. Dezember 2011 in Hardware - Keine Kommentare
DSL Anschluss

DSL Anschluss

Heutzutage können sich viele Bundesbürger ein Leben ohne den täglichen Gang ins Internet nicht mehr vorstellen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob man seine Kontakte über die sozialen Netzwerke pflegen möchte oder gar nach einem Rezept Ausschau hält. Das World Wide Web bietet alles, was das Herz begehrt. Um hierbei jedoch nicht unter einem unnötig lange dauernden Seitenaufbau oder einer nervenaufreibend horrenden Download-Zeit leiden zu müssen, sollte sich in jedem Fall für einen DSL-Anschluss entschieden werden. Im direkten Vergleich zu den früher weit verbreiteten ISDN-Anlagen werden dem potentiellen Anwender deutlich höhere Datenübertragungsraten geboten. Ein solcher DSL-Anschluss bietet jedoch auch einen interessanten technischen Hintergrund, der die Realisierung einer konstanten Breitbandleitung innerhalb der eigenen vier Wände erst möglich macht. Im nachfolgenden Text wird auf die technische Seite der bereits seit längerem bekannten DSL-Anschlüsse eingegangen.

Die Definition von DSL

Unter dem weit verbreiteten Begriff DSL verbirgt sich der Ausdruck “Digital Subscriber Line”, was soviel wie digitaler Teilnehmeranschluss bedeutet. Hierbei handelt es sich nicht, wie oftmals vermutet, um lediglich einen Übertragungsstandard, sondern vielmehr um mehrere Verfahren. In der Spitze lassen sich somit Datenübertragungsraten von bis zu 500 MBit/s erzielen, was deutlich über dem in Deutschland verfügbaren Standard liegt. Das Signal wird über einfache Kupferleitungen übertragen und empfangen. Im industriellen Gebrauch wird DSL auf eigens verlegten Kabeln übertragen, weshalb es unabhängig von der Telefonleitung beansprucht werden kann. In der Regel finden sich gerade in Privathaushalten jedoch DSL-Leitungen vor, die ausschließlich über bestehende Telefon-Leitungen bewerkstelligt werden. An der im Normalfall ohnehin bestehenden Teilnehmeranschlussleitung müssen bei der Inanspruchnahme des Breitband-Internets keinerlei Änderungen vorgenommen werden. Dies ist der Fall, da die für den handelsüblichen Gebrauch ausgelegten DSL-Verfahren ein Frequenzband nutzen, welches bereits über die verlegten Kupfer-Doppelader übertragen wird. Da der Frequenzbereich oberhalb des für die analoge Telefonie liegt, können beide Technologien problemlos simultan verwendet werden.

Der technischen Hintergrund eines DSL-Anschlusses

Wie Anfangs bereits erwähnt, versteht man unter einem DSL-Anschluss in der Regel das auf dem herkömmlichen Telefonnetz basierende DSL. Allerdings muss hierbei erwähnt werden, dass gerade bei älteren Leitungen lediglich geringe Datenübertragungsraten in Anspruch genommen werden können. Im direkten Vergleich zu den früher oftmals bekannten und weit verbreiteten Telefonmodems, die lediglich Geschwindigkeiten von bis zu 56 KBit/s zuließen, bieten DSL-Anschlüsse einen deutlichen Zuwachs in der Geschwindigkeit. Auch gegenüber einer ISDN-Anlage mit maximal 64 KBit/s und zwei gebündelten Kanälen kann der DSL-Anschluss in allen Bereichen überzeugen. Daher verwundert es kaum, dass sich die besagte Technologie rasend schnell verbreitete und sich auch heute noch einer großen Beliebtheit erfreut. Der Standard in diesem Bereich sorgt jedoch für die Kommunikation zwischen einem DSL-Modem innerhalb der eigenen vier Wände und DSLAM. Wer sich über weitere Entwicklungen und Tarife informieren möchte, der findet auf http://www.top-dsl.com/ zahlreiche weitere Informationen.

Ein Internet-Zugangsserver bewerkstelligt im direkten Anschluss den Internetzugang auf Breitband-Niveau. Über dieses Verfahren sorgt der DSL-Standard dafür, dass die essentiellen Verbindungsparameter zwischen der maximalen Download- und Upload-Rate ausgehandelt werden. Die letztlich gewährte maximale Datenübertragungsgeschwindigkeit hängt allerdings von den technischen Voraussetzungen des beanspruchten Internet-Zugangsservers in entscheidendem Maß ab. Die Verbindung an sich eines DSL-Anschlusses wird über beliebige Protokolle bewerkstelligt. Selbige setzt sich aus der höheren Schicht des bekannten OSI-Modells zusammen. Um für das nötige Maß an Sicherheit zu sorgen, findet sich die Schicht Ethernet oder wahlweise auch ATM vor. In der Regel dient die IP-Adresse als Vermittlungsschicht während des Internetzugangs. Die hieraus resultierende Verbindung ist der Garant dafür, dass der entsprechende Internet-Zugangsserver des gewählten Providers erreicht werden kann. Nachdem man sich für einen entsprechenden Provider entschlossen hat, ermöglicht dieser dem eigenen DSL-Anschluss über eine authentifizierte Verbindung das Breitbandinternet zu nutzen. In vielen Fällen geschieht dies via dem PPPoE-Standard. Mit dem so genannten VDSL findet bereits die nächste Generation des Breitband-Internets ihren Weg auf den internationalen Markt und lockt mit beeindruckenden Datenübertragungsraten.

Bildnachweis: © Stefan Rajewski – Fotolia.com

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